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* 20. April 1853 in Karzin, Kreis Stolp
+ 08. November 1931 in Stargard
Pommerscher Lehrer, Heimatforscher und Schriftsteller.
Nach seiner Abschlussprüfung am Gymnasium in Stargard studiert er alte Sprachen, Deutsch und Geschichte, überwiegend an der Universität in Greifswald. Nach dem Examen ist er als Lehrer seit 1872 an verschiedenen Gymnasien in der Provinz Posen tätig, zuletzt in Rogasen im Kreis Obornik. Nach Beendigung des I. Weltkrieges wird er in den Ruhestand versetzt und zieht wieder nach Stargard.
Er ist während seiner fast 50jährigen Schaffenszeit an allen Fazetten der Heimatforschung interessiert. Die pommerschen Sagen und Märchen, die Arbeiten an den Deutungen von Ortsnamen, die mundartliche Sprache und die pommerschen Bräuche spannen einen weiten Bogen. Dabei entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit mit Alfred Haas, der sich als auf Rügen geborener Volkskundler vor allem auf Vorpommern fokussiert. Gemeinsam geben sie von 1893–1902 die zehnbändige Zeitschrift "Blätter für Pommersche Volkskunde, Monatsschrift für Sage und Märchen, Sitte und Brauch, Schwank und Streich, Lied, Rätsel und Sprachliches in Pommern" heraus.
Weitere Literatur im Überblick (Auszug):
Ein Nachruf von A. Haas ist zu finden in: Mitteilungen des Bundes Heimatschutz, Landesvereins Pommern, Nr. 11, S. 26 (techn. Seite 138) in: Unser Pommerland, Sonderheft Stadt und Kreis Köslin, Jahrgang 1931, Heft 11/12, Digitalisat (Bałtycka Biblioteka Cyfrowa, 09.03.2010)
(K. Heyden / P. Kohlhas)